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Final Photo: Jens Junge / Making of Photo: Stefanie Bartko

DAS ES

 

Ein Modell verkörpert alle drei Instanzen der Psyche und veranschaulicht das, laut der Hypothese, innere Seelenleben eines Menschen. Das Modell bekam für jede der Instanzen eine maßgefertigte Glatze geklebt und die Augenbrauen gebleicht. Damit soll der Eindruck des „rohen“ Menschen, einem unbeschriebenen Blatt, erzielt werden.

 

Dem Konzept zufolge sollte sich das ES wie ein Embryo in einem gebärmutterähnlichen, blutverschmierten Latex-Sack räkeln. Das Modell wurde mit dem Kopf nach unten, schräg aufgebahrt, da die Flüssigkeit in Richtung des Oberkörpers laufen sollte. Das unkontrollierbar laufende Kunstblut gewährte nur wenige Momente der optimalen Menge im Innern des hautengen, bewegungseinschränkenden „Kostüms“. Die Zeit, den passende Gesichtsausdruck für die Visualisierung des Unbewussten herzustellen – lustvoll und dennoch nicht zu obszön, mit abgewandtem Blick oder geschlossenen Augen – war knapp.