ICH BIN MEIN

HIMMEL & MEINE HÖLLE

 

Das Fotoprojekt entstand im Rahmen des Masterstudiengangs ´14/´15 der Theaterakademie August Everding und bildet mein Abschlussprojekt, welches im Juni ´15 in einer Vernissage im Prinzregententheater München mündete.

 

Mein Masterprojekt intendiert eine Visualisierung der Struktur der Psyche nach Sigmund Freuds Modell ihrer Trennung in       ,           und                  . Auf dem Weg zur finalen fotografischen Umsetzung durch       entstanden stimmungs- und richtungs-weisende Collagen, zusammengestellt aus themenbezogenem, gesammelten Bildmaterial. Es ist ein Projekt, das über die Maskenbildnerei hinausgeht – mit dem Ziel, die Möglichkeiten, die sich durch die handwerklichen und kreativen Grundlagen des vielseitigen Berufsbildes ergeben, zu entdecken und auszureizen. 

 

Die Basis bildet die Theorie des Strukturmodells der Psyche von Sigmund Freud aus dem Jahre 1923, welche das menschliche Seelenleben in drei Instanzen separiert und damit die verschiedenen Facetten der menschlichen Psyche zu erklären versucht:

Die Psyche besteht demnach, erstens aus dem in einer unbewussten Ebene lokalisierten ES (Lustprinzip), mit seinen größtenteils angeborenen Trieben.

Zweitens aus dem in eine vorbewusste Ebene hinreichenden ÜBER-ICH (Moralprinzip), mit seinen durch Erziehung und Kultur bedingten Werten.

Und zuletzt aus dem von einer bewussten Ebene aus agierenden ICH (Realitätsprinzip), welches versucht die Forderungen von ES, ÜBER-ICH und Umwelt zu vereinbaren.


Aus wissenschaftlicher Sicht ist diese Hypothese Freuds längst überholt und für die moderne Psychologie nicht relevant. Aus künstlerischer Sicht ist sie dennoch reizvoll. Sie erzählt eine Geschichte, erschafft kraftvolle Figuren, Charaktere vollkommenen Gegensatzes, wie Protagonist und Antagonist und zieht durch die provokative Dynamik in ihren Bann. Für die Grundlage des Fotoprojekts behandelte ich dieses gedankliche Konstrukt wie eine Figurenanalyse, machte mir die Theorie mit den daraus entstehenden Bildern zu Nutze und versuchte sie auf experimentelle Art, ins Visuelle zu übersetzen. 

 

 

 

 

 

 

 

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