Collage: Julia Hausmann / Photos: 

Collage ES

 

Die Collagen entstanden aus Teilen recherchierten Bildmaterials und wurden mit AdobePhotoshop angefertigt. Sie dienten als erste Wegweiser auf der Suche nach einer Verbildlichung der theoretischen Grundlage.

 

Die Collage des ES zeichnet sich durch organische Formen und wabernde, dickflüssige Konsistenzen aus, die der körperlichen Lust und Unkontrollierbarkeit entsprechen. Sie greift die Kraft des ES, als Hauptreservoir der Energie auf.  Im Zentrum steht die sich aus dem Apfel windende Schlange, beides biblische Symbole der Verführung und des Lasters. Die Obszönität wird durch das angedeutete weibliche Geschlechtsorgan zusätzlich verstärkt. Der Embryo steht für den Aspekt der angeborenen, inneren Urtriebe, die aus der Tiefe des dunklen Unterbewusstseins nach oben drängen. Die im ES herrschende Ambivalenz, die durch die Gegenspieler Eros und Tanatos (Todestrieb) bedingt ist, wird spürbar.